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Twitter – Deutsch, Deutsch – Twitter. Ein Übersetzungsversuch


“Hat mein Tweet meine Follower dazu gebracht mir zu DMen, zu @replyen oder gar zu unfollowen?”

Wer bei diesem Satz nur böhmische Dörfer versteht, ist wahrscheinlich kein Twitter Nutzer. Wer regelmäßig über Twitter schreibt, kennt das Problem. Twitterisch lässt sich nur sehr schwer in anständiges Deutsch bringen. Kein Wunder, dass die Twitter Webseite noch nicht in andere Sprachen übersetzt wurde. Follower kann man wohl schlecht mit “Verfolger” übersetzen und “Menschen, die mir folgen” passt nicht ins Layout?

Hier ein Übersetzungsversuch der wichtigsten Twitter Worte – über Kommentare mit besseren Vorschlägen freue ich mich.

Tweet – Kurznachricht
Followers – Abonnenten
Following – Freunde (obwohl ich mit dem Wort “Freunde” noch nicht glücklich bin)
@reply – @Antwort oder öffentliche Antwort
DM (direct message) – PN (persönliche Nachricht, gängiger Begriff in Foren)
unfollow – Abo kündigen (Danke Herr Fuchs für den Kommentar in meinem letzten Post)
follow – Abonnieren
Block – Sperren
#Hashtag – #Schlagwort
Twittern – würde ich nicht übersetzen.

Natürlich kann man das Englische nie ganz aus der Online Sprache verdrängen (Schon für das Wort “Online” fällt mir nichts Sinnvolles auf Deutsch ein). Aber, wenn man die gängigen Twitter Begriffe versucht in deutsche Texte einzubauen, versteht bald niemand mehr, über was man eigentlich redet.

Über Feedback und neue Übersetzungsvorschläge würde ich mich sehr freuen. Auch gerne via Twitter :) (http://twitter.com/buntesbuch)

Für die super gelungene Titelgraphik bedanke ich mich bei Better Marketing

Twitter – Begrüßungs DM’s nerven

Geht das nur mir so? Kaum folgt man jemand auf Twitter, hat man auch schon eine automatisch generierte Direct Message mit Inhalten wie: “Danke fürs Folgen – Thank you for Following” oder noch besser: “Danke fürs Folgen, hier ist ein Link zu meinem schnell Geld verdienen Report”. Da drücke ich doch gleich wieder den Unfollow Button.

Anscheinend haben viele Leute noch nicht verstanden, dass Twitter ein 2-Wege Kommunikations Tool ist, bei dem man hauptsächlich über die öffentliche Timeline diskutiert.

DMs sollte man sich für den Fall aufheben, dass man einen Twitter Follower unbedingt privat kontaktieren muss. Zum Beispiel, um Ihn zu warnen, dass sein Twitter Account automatisierten Spam versendet (was leicht passieren kann, wenn man sich mit seinem Twitter Usernamen und Password auf den falschen Webseiten anmeldet). Wie kann man es besser machen?An sich sehr einfach. Entweder man lässt dass mit den DM’s ganz oder, wenn man wirklich eine Begrüßungsnachricht schicken will, macht man sich die Mühe und personalisiert diese. Ich kann schnell erkennen, ob sich jemand die Mühe gemacht hat, meine Timeline zu lesen und mich dann persönlich zu begrüßen, oder ob ich einen Autoresponder bekomme. Falls jemand tatsächlich automatische Nachrichten absetzen will, kann er dafür übrigens TweetLater benutzen. Wer mir auf meinen privaten Twitter Account http://twitter.com/buntesbuch eine automatische DM schickt, dem werde ich sofort wieder unfollowen (ausser er schickt mir in der DM eine sinnvolle, deutsche Übersetzung für das Wort “unfollowen”). Über alle anderen Follower freue ich mich und spannenden Accounts folge ich natürlich zurück.

Twitter Regeln

Ich habe ja bereits in einem älteren Blog Artikel ein paar Tipps für Twitter Neulinge zusammengefasst.

Passend zu diesem Thema finde ich diesen Blogartikel sehr gut:

Die 20 größten Twitter Fehler

Ich stimme mit den meisten Punkten überein. Nur, dass man ein Foto von sich ins Profil stellen sollte, finde ich nicht unbedingt notwendig. Ein interessantes Icon sticht immer gut in der Timeline hervor. Besonders gelungen finde ich zum Beispiel das Profilfoto von http://twitter.com/lachyogasaar

In einer bunt gemischten Timeline mit Profilfotos fällt der Smiley Avatar super auf.

Ansonsten würde ich mich freuen, wenn alle meine Twitter Freunde sich an diese Regeln halten würden.

Twitter Tools für Anfänger

Wenn man ganz neu mit Twitter anfängt, ist die Verwirrung meist groß. Was ist eigentlich Twitter und was soll ich hier sind die ersten Fragen. Wenn man diese für sich beantwortet hat, braucht man dringend ein paar Tools, um das meiste aus Twitter herauszuholen. Auch sollte man zwingend sein Twitter Profil vollständig ausgefüllt haben, damit man nicht als absoluter Neuling da steht.

Um Twitter zu verstehen und richtig zu nutzen braucht man das richtige Handwerkszeug und sollte die 4 wichtigsten Twitter Begriffe kennen. Zu den 5 wichtigsten Tools steht weiter unten mehr. Hier zunächst die 4 wichtigsten Twitter Begriffe:

@reply: Eine Antwort auf einen Tweet, die von allen anderen in meiner Timeline gelesen werden kann. Wenn ich jemand antworten möchte, gehe ich in Twitter mit der Maus über den Tweet in meiner Timeline auf den ich antworten will und klicke auf den kleinen, gebogenen Pfeil. Jetzt kann ich eine neue Nachricht schreiben, die mit @twittername anfängt. Dieser Tweet erscheint beim Empfänger jetzt auch in der @Reply Liste. (Die Timeline ist übrigens so etwas, wie meine Twitter Homepage auf der ich die Tweets der leute sehe, denen ich folge und auf der auch meine Tweets stehen)

Direct Message: Wenn ich einem anderen User eine Nachricht schreiben will, die sonst niemand sieht nutze ich die DM Funktion. Einfach in die Nachrichten Box (unter der Frage “What are you doing?” DM username schreiben und dann sofort die eigentliche Nachricht schreiben. Beispiel: DM username treffen wir uns heute Abend auf ein Mineralwasser? Wenn man Zeichen sparen will, reicht auch ein einfaches D username Nachricht. Das “M” bei DM kann man weglassen.
Alternativ kann man auf den Namen des Users klicken und dann auf der rechten Seite unter “Actions” den Menüpunkt Message User auswählen.

Re-Tweets: Wenn mir ein Tweet gut gefällt, möchte ich diesen auch meinen Followern nicht vorenthalten. Damit der Originalschreiber den erforderlichen Credit für seinen Beitrag erhält, nutze ich die Re-Tweet Funktion. Dazu startet man seinen Tweet mit RT @username gefolgt von der Nachricht. Jetzt sieht jeder, dass ich mich nicht mit fremden Federn schmücke, sondern Werbung für gute Tweets meiner Freunde mache

Ordnung im Chaos mit Hashtags: Wer viel Twitter liest findet immer wieder dieses Zeichen # gefolgt von einem Begriff. Dies sind sogenannte Hashtags. mit Hashtags kann man Tweets bestimmten Gruppen zuordnen und ermöglicht es anderen, den Tweet leichter zu finden. Auf Seiten wie Hashtags.org kann man nach beliebten Hashtags suchen und seinen Tweet dann in existierende Gruppen einordnen. Wer zum Beispiel über Saarbrücken twittered, sollte den Hashtag #saarbrücken benutzen. Über die Hashtag Suche findet man übrigens auch schnell neue Freunde zu einem bestimmten Thema.

Soviel zu den Twitter Basics. Damit man Twitter sinnvoll einsetzen kann, hier meine Top 5 Liste der wichtigsten Twitter Tools für Anfänger:

1) Lesen bildet.

Also erst mal lesen, was andere so zu meinem Thema auf Twitter schreiben. Dazu auf http://search.twitter.com gehen und Suchbegriff eingeben. Also zum Beispiel Fußball. Die Ergebnisliste jetzt am Besten als RSS Feed abonnieren. Sprich auf das orangene Icon oben rechts klicken (“Feed for this query”). Dazu am besten Firefox als Browser benutzen. Diesen “Feed” jetzt in den Bookmarks Toolbar oder das Bookmark Menü laden. Wenn man jetzt später im Browser Bookmark Menü auf den Feed klickt, sieht man alle aktuellen Tweets zu dem gesuchten Thema. Interessante Tweets sollte man aufrufen und dem Schreiber folgen. Oft folgen diese Leute einem auch wiederum, so dass meine sein Netzwerk kontinuierlich aufbaut.


2) Noch mehr lesen bildet noch mehr.

Um weiter neue, interessante Follower zu finden, benutzt man ein Tool wie Monittr, mit dem man immer 3 Suchbegriffe in Echtzeit auf Twitter verfolgen kann – auf Wunsch auch geographisch eingegrenzt, um den eigenen Wohnort. Dazu bis zu 3 Suchbegriffe in die dunklen Suchboxen eingeben und Monittr fängt an zu suchen. Sobald der entsprechende Begriff getwittert wird, wird der Tweet angezeigt. Interessante Tweets kann man so in Real Time beantworten und sich so auch wieder neue Follower suchen.



3) Twittern ohne Browser.

Mittlerweile hat man schon ein paar Tweets abgesetzt und ein paar Follower gesammelt. So langsam wird die Twitter Webseite zum Posten zu langsam und unkomfortabel. Es ist Zeit für einen Twitter Desktop Client. Je nach Bedarf kann man 2 Clients empfehlen, die beide für Windows und Mac verfügbar sind. Wer nur von einem einzigen Account Tweeted, legt sich am besten Tweetdeck zu. Wer mehr als einen Account bei Twitter hat greift zu Twhirl. Mit diesen Tools kann man Twitterer in Gruppen zusammenfassen, einfach Antworten, Direct Messages schicken und wesentlich komfortabler arbeiten, als mit der Twitter.com Homepage.

4) Nützliches verbreitet sich schneller.

Erfolgreiche Tweets (sprich Tweets, die nicht nur gelesen, sondern auch Re-Tweeted werden) beinhalten gute Links. Damit der Link nicht die ganzen 140 Zeichen auffrisst, solle er verkürzt werden. Mein Lieblings URL Verkürzer ist bit.ly. Mit Bit.ly kann ich URLs schnell verkürzen, Click Statisktiken anzeigen und auch direkt von der bit.ly Seite aus mit unterschiedlichen Accounts Twittern. Einfach einmal bei bit.ly einen Account anlegen und beim Anmelden den Twitter Usernamen und Passwort angeben. Dann das bit.ly Bookmarklet in Firefox in den Bookmark Toolbar ziehen. Wenn man jetzt auf einer Webseite ist, deren Link man twittern will, einfach auf das Bit.ly Bookmark klicken. Bit.ly verkürzt daraufhin die URL und erlaubt mir auch, die URL gleich zu Twittern.

5) Erster Schritt zum Powertwitterer.

Wenn man die Basics gemeistert hat, sollte an sich bei tweetlater.com anmelden. Das Design von Tweetlater ist absolut abschreckend, weshalb ich diesen Dienst auch erst jetzt und nur für fortgeschrittene Twitteratis empfehle. Mit Tweetlater kann ich (in der kostenlosen Variante) das Folgende erreichen:

  • Leuten, die mir folgen automatisch folgen. Entweder vollautomatisch oder halbautomatisch, indem man innerhalb von 48 Stunden neue Followers akzeptiert oder ablehnt. (heißt “follower vetting” auf Tweetlater)
  • Neuen Follower automatisch eine Direct Message schicken (Vorsicht, das kann nerven)
  • Tweets auf Vorrat erstellen. Man kann Tweets schreiben, mit einem Zeitstempel versehen und Tweetlater twittered dann zur voreingestellten Zeit. So kann man zum Beispiel einen Urlaub oder auch nur ein Wochenende überbrücken und konstant Neues von sich geben.

All diese Funktionen funktionieren für beliebig viele Twitter Konten.

Wer zu den einzelnen Tools noch Fragen hat oder Hilfe braucht schreibt mir einfach oder hinterlässt einen Kommentar.

Update: Da schon via Twitter Fragen kamen: auf dem iPhone empfehle ich entweder das kostenlose Nambu oder das kostenpflichtige Tweetie. Wenn man mehr als einen Twitter Account besitzt, kommt eigentlich nur Tweetie in Frage, ansonsten tut es auch Nambu.

Update 2: Vielen Dank an Hubert Mayer und Guido Matthes, die mir gutes Feedback und Verbesserungsvorschläge via XING Twitter Forum geschickt haben!

Twitter

Es gab schon lange kein Update mehr im bunten Buch.. warum…? Weil ich mich größtenteils aufs Microblogging via Twitter konzentriert habe.
Irgendwie praktischer und einfacher.

Rein gefühlsmäßig ist Twitter in Deutschland dabei vom Spezialisten und Nischentool zum Mainstream Produkt zu werden. Auch wenn die Zahlen noch dagegen sprechen.

Holger Schmidt vom FAZ Netzökonom schreibt, dass Twitter in Deutschland wohl erst 30.000 bis 50.000 User hat. Vom Mainstream ist das noch weit entfernt.
Hier steht der komplette Artikel: Netzökonom

Deswegen twittern auch viele Deutsche wohl noch auf Englisch (wie ich übrigens auch).

Meine Tweets findet Ihr übrigens auf http://twitter.com/bopfger

Ich freue mich über neue Followers und folge auch jedem, der mir folgt und mich nicht mit Twitterspam zumüllt.